Drachige Frage 4

Drachige Frage 4

Heute, an Tag 11, haben wir wieder eine Drachige Frage, die von unseren Autorinnen beantwortet wurde.

Warum musste unbedingt ein Drache in deinem Buch vorkommen und nicht z.B. ein Phönix?

Elvira Zeißler:
Es
musste ein Drachen sein, weil es in meiner Geschichte um eine besondere
Rüstung (Dolch, Brustpanzer und Helm) geht, die ein Drache aus seinen
Schuppen bzw. im Falle des Dolches aus seinem Zahn gefertigt hat und die
dem Träger Mut, Weisheit und Stärke verleiht – also die Eigenschaften,
die ich mit Drachen verbinde. In einem anderen Buch von mir, kommt aber
auch ein Phönix vor
Ewa Aukett:
Nun,
der Gedanke an andere Fabelwesen war natürlich da und es gibt durchaus
nicht nur Drachen in meiner Trilogie. Als die Geschichte sich in meinem
Kopf zu formen begann, war von meinem Gefühl her nichts anderes möglich
als ein Drache – ein Wesen, das über Jahrtausende hinweg tief mit
unserer Erde verbunden ist, gleichgültig, in welchem Paralleluniversum
wir uns befinden 😉
In
der Mythologie steht der Drache für zwei sehr widersprüchliche
Sinnbilder. Auf der einen Seite gilt er als menschenfeindliches
Ungeheuer, das Chaos über uns bringt und getötet werden muss, auf der
anderen Seite ist er ein Symbol für Glück, Weisheit und Frieden. Ein
Wesen, das uns in seinem Wissen weit voraus ist und über den Dingen
steht.
Drachen üben eine tief verwurzelte Faszination
auf mich – und vermutlich auch andere – aus, die weit über das
hinausgeht, was z.B. Werwölfe, Meerjungfrauen oder diverse andere
„Mischwesen“ für mich bedeuten. Das mag auch damit zusammenhängen, dass
die Geschichte der Drachen schon so alt ist und die ersten schriftlichen
Erwähnungen solcher Wesen bis um die 3000 Jahre vor Christus
zurückdatiert werden können.
Als wären sie ein alter, vergessener Teil von uns, der nicht mehr da ist und immer noch fehlt.
…und was mit den anderen nicht ist, kann ja noch werden

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