Berühmte Drachen – Teil 1

Berühmte Drachen – Teil 1

In unserem heutigen Beitrag geht es um berühmte Drachen aus Büchern und Filme. Es wird im Laufe des Monats einen weiteren Beitrag geben, indem noch vier weitere Drachen vorgestellt werden. Wir beginnen heute mit:

Smaug

„Meine Rüstung ist ein zehnfacher Schild, meine Zähne sind
Schwerter, meine Klauen Speere, das Aufschlagen meines Schwanzes ist ein
Donnerkeil, meine Schwingen sind Wirbelstürme und mein Atem bringt den Tod!“

-Smaug, aus Smaugs Einöde

Smaug ist ein Drache, der im Buch und im Film „Der Hobbit“
vorkommt. Er ist ein mächtiger Drache und zugleich einer der großen geflügelten
Feuerdrachen. Er ist zudem des Zauberns mächtig. Er wurde durch seinen Überfall
auf das sehr bekannte und reiche Zwergenkönigreich Erebor berühmt, das er
vollständig erobern konnte. Hierbei fiel ihm der gesamte Schatz Erebors zu,
diesen bewacht er seitdem.
Thorin, der Zwerg und Erbe des Königs unter dem Berg und der
rechtmäßige König Erebors, machte sich im Jahr 2941 D.Z. mit seinen Gefährten
und Bilbo Beutlin auf, um Smaug zu vernichten. Dabei war ihr Ziel die Heimat
der Zwerge, um den von Smaug gehüteten Zwergenschatz zurückzuerobern. Smaug
hatte auf seinen Raubzügen viele Zwerge getötet, weshalb auch Rache ein Motiv
für den Aufbruch und die Reise war. Es kommt zum Gespräch zwischen Bilbo und
dem Drachen, wobei Bilbo eine ungeschützte Stelle an Smaugs Panzer entdeckt,
die sich aus den Juwelen auf Smaugs Haut gebildet hatte. Smaug war der Meinung,
dass die Menschen aus Seestadt ihn geschickt hatten, um den Schatz zu stehlen.
Bilbo reizte den Drachen so sehr, dass er nur knapp dessen Zorn entkommen
konnte. Doch nachdem er geflohen war, erzählte er Thorin und dessen Gefährten
von der Schwachstelle. Der Drache schlich während dieser Zeit aus seiner Halle
hinaus und schloss Bilbo und die Zwerge ein, indem er die Hintertür zerstörte.
Zornerfüllt flog er schließlich zur Seestadt und ließ seinen Ärger an den
Einwohnern der Stadt aus. Er zerstörte große Teile der Stadt mit seinen Feuerstürmen.
Bard, ein Bogenschütze, schoss schließlich mit seinem letzten schwarzen Pfeil
auf den Drachen und tötete ihn, da er den verwundbaren Fleck getroffen hatte. 
Smaug, Film: Smaugs Einöde

Fuchur
Fuchur ist eine der Hauptpersonen aus Michael Endes
„Unendliche Geschichte“. Er ist ein Glücksdrache und wird als entfernter
Verwandter der feuerspeienden Drachen beschrieben. Er gehört zu den seltensten
Geschöpfen Phantasiens. In der Geschichte ist er der einzige Glücksdrache, der
eine aktive Rolle übernimmt, jedoch werden im Verlauf der Geschichte weitere
fünf genannt.
Fuchur ist ein Geschöpf der Luft und der Wärme und der
unbändigen Freude, er spricht alle Sprachen der Freude. Er ernährt sich auch
von Wärme, Luft und Sonnenstrahlen. Er wird als großes Geschöpf beschrieben,
mit silbernen Schuppen und einer Mähne, zudem einen Bart. Er hat also so gut
wie keine Ähnlichkeit mit einem gewöhnlichen Drachen. Folglich ist er einem
Lung sehr ähnlich. Auf dem englischen Buchcover hat er einen Löwenkopf. 
Man spekuliert, dass er auf einen Fuku Riu, also einem
japanischen Glücksdrachen, basiert. Fuchur ist der Partner von Atreju und
begleitet ihn auf seinen Reisen. Atreju ist ein junger Krieger aus dem Stamm
der „Grünhäute“ und rettet ihn vor der Spinne Ygramul.
Fuchur vertraut stets auf das Glück und wird von diesem auch
nicht enttäuscht. Obwohl er sehr groß ist, ist die Art der Glücksdrachen so
leicht wie eine Sommerbrise, weshalb er auch zum Fliegen keine Flügel braucht.
Glücksdrachen schwimmen in den Lüften des Himmels wie Fische im Wasser, jedoch
ist er gegen Wasser sehr empfindlich. Die Stimme des Drachen klingt wie das
Dröhnen einer riesigen Bronzeglocke. Der Gesang ist das Besondere an Fuchur,
denn wer diesen Gesang gehört hat, vergisst ihn in seinem Leben nicht mehr. Er
kann blaues Feuer speien.
Glücksdrachen schlafen auch in der Luft und mögen das
Offene, deshalb vermeiden sie es Bauwerke zu betreten, egal wie groß sie auch
sind. 
Fuchur und Atreju

 

Drachen in der Welt von Harry Potter 
In der Welt von Harry Potter gelten Drachen als Symbole von
Macht und von Unbesiegbarkeit. Sie sind höchst gefährlich und speien Feuer. Die
Tatsache, dass Drachen in der Zaubererwelt bekannt und gefährlich sind, zeigt
bereits der Spruch, der im Wappen von Hogwarts enthalten ist: „Draco dormiens
nunquam titillandus.“ (=Kitzel nie einen schlafenden Drachen)
Drachen werden vor Muggeln versteckt, so ist es den
Zauberern gelungen, für de Muggel die Existenz der Drachen ins Reich der
Fabelwesen zu verbannen. Damit kein Muggel einem Drachen begegnet, wurden diese
in verschiedenen Ländern in Drachenreservate untergebracht. Dort werden sie von
speziell ausgebildeten Drachenwärtern überwacht, sodass keiner ihrer Drachen
aus den Lebensräumen entweichen kann. Sollte es dennoch geschehen, dass ein
Drache ausbricht und einem Muggel über den Weg läuft, wird mit einem
Gedächtniszauber dafür gesorgt, dass Muggel keine Erinnerungen mehr daran
haben.
Je nach Rasse kann ein Drache ein 1-6 Tonnen wiegen und 3-12
Meter lang werden. Sie sind gepanzert und haben Flügel. Weibliche Drachen sind
generell etwas größer und schwerer als die Männchen. Zeichnung, Färbung und
Körpermerkmale sind sehr unterschiedlich, so haben manche Drachen einen
Zackenkamm entlang der Wirbelsäule, wohingegen andere Drachen gefährliche
Stacheln haben. Die Flammen, die sie ausatmen und auch gezielt speien können,
können eine Reichweite bis zu 15 Meter erreichen. Auch die Tatsache, ob ihr
Biss oder ein Kratzer der Klauen giftig ist, variiert. Weibliche Drachenarten
sind während der Ausbrütung der Eier besonders aggressiv. Drachen ernähren sich
von großen Säugetieren, wie Rinder und Schafe, manche Drachenarten manchen aber
auch gezielt Jagd auf Menschen. Es ist Zauberern verboten, Drachen privat zu
halten, weshalb auch Dracheneier in der magischen Welt zu den Gütern gehören,
deren Handel untersagt ist.
Wertvolle Handelsobjekte stammen von Drachen. Man findet
Drachenherzfasern in Zauberstäben, Blut Leber und Hörner haben eine magische
Kraft und werden gerne in Zaubertränken verwendet. Auch wird Drachenleder zu
Schutzkleidung verarbeitet. 
Bekannte Drachenarten sind:
Antipodisches Opalauge
Chinesischer Feuerball
Gemeiner Walisischer Gründling
Norwegischer Stachelbuckel
Peruanischer Viperzahn
Rumänisches Langhorn
Schwarzer Hebride
Schwedischer Kurzschnäuzler
Ukrainischer Eisenbauch
Ungarischer Hornschwanz 
ungarischer Hornschwanz, Harry Potter und der Feuerkelch

Fafnir aus der Nibelungensage

„Noch eine Mär weiß ich, die ist mir wohl bekannt:
Einen Linddrachen erschlug des Helden Hand
Dann badete er in dem Blute. So ward dem Recken wert
Die Haut von solcher Härte, dass keine Waffe sie versehrt“
-dritte Aventüre, Nibelungenlied
In der Nibelungensage ist die Figur des Drachens eng mit der
des Siegfrieds verknüpft. Besonders der Drachenkampf ist für die Sage wichtig
und bleibt schnell in Erinnerung. Siegfried badet im Drachenblut, doch ein
Lindenblatt fällt auf seine Schulter, dies ist folglich die einzige Stelle, an
der er verwundbar ist. Jedoch steht die Geschichte der Nibelungensage nicht für
sich alleine, denn auch der nordeuropäische Sagenkreis beinhaltet
Drachenfiguren. Hier sind in erster linie die Edda und die Völsungensaga
erwähnenswert, ebenso wie die Geschichte um Dietrich von Bern, dem de
Thidreksaga gewidmet ist.
Bereits um ca. 1000 nach Christus werden in Skandinavien
Lieder gedichtet, die die Nibelungensage in ihrer ursprünglichen Form
wiedergeben. Hier geht es in erster Linie u.a. um die Jugend des Helden beim
Schmied und den Drachenkampf. Dies wird von der isländischen Edda überliefert,
der zweite Teil der Edda widmet sich dem Nibelungenthema. Doch wie kam es
überhaupt zu dem Drachenhort?
Die Geschichte beginnt mit Odin, der mit zwei weiteren
Göttern auf der Jagd ist, dort tötet er unwissentlich den Sohn eines mächtigen
Mannes. Der getötete Sohn hatte die Gestalt eines Otters angenommen, weshalb er
versehentlich getötet wurde. Der mächtige Vater verlangt nun als Lösegeld, dass
sie den Otter von innen ganz mit Gold füllen und ihn auch von außen mit Gold
umschließen. Diese Aufgabe gelingt den Göttern mit Hilfe des Goldraubes, das
Gold nahmen sie von Andvari, dieser verfluchte den gegeben Hort und insbesondere
den Ring Andvaranaut. Die Götter bezahlen die Strafe, doch der Mann entdeckt,
dass ein Barthaar noch unbedeckt ist. Odin bedeckt schließlich mit dem Ring,
den er eigentlich behalten wollte – es kommt wieder zu einer Verfluchung des
Goldes.
Der mächtige Mann hat noch weitere Söhne, sie heißen Regin
und Fafnir. Sie verlangen einen Teil des Goldes, doch der Vater weigert sich,
weshalb er von Fafnir im Schlaf getötet wird. Dieser nimmt nun alles Gold und
zog sich zurück, er verwandelt sich in einen Lindwurm und legte sich auf den
Hort.
Nun ist bekannt, wie der Lindwurm zu seinem Gold kam. Der
weitere Hinweis auf die Drachengeschichte stammt aus Deutschland und wird am
Rhein lokalisiert, wo sich auch der Drachenkampf abgespielt haben soll.
Sigurd (= Siegfried, allerdings in der Edda) kommt als Kind
zu Regin und wächst bei ihm am Rhein auf. Als Sigurd erwachsen ist, erzählt
Regin ihm die Geschichte seines Bruders, der sich in einen Lindwurm verwandelt
hatte und seitdem den Hort behütet. Er bringt Sigurd dazu den Lindwurm zu
erschlagen. Sigurd hat den Drachen erschlagen, doch kaum ist diese Tat
vollendet kommt Regin aus seinem Versteck und schneidet das Herz des Drachens
aus dessen Körper und trank das Blut.
Sigrud nimmt daraufhin das Herz Fafnirs und brät es an einem
Zweig. Als er glaubt, dass es gar sei, fasst er das Herz an und verbrennt sich
dabei. Dann fährt er mit dem Finger in den Mund. Als das Blut Fafnirs ihm auf
die Zunge kommt, geschieht das Wunderbarste und er versteht die Sprache der Vögel.
Diese warnen ihn vor Regin, woraufhin Sigurd Regin den Kopf abschlägt und den
Hort an sich nimmt. Diese Passage wird von der Völsungensaga ähnlich
beschrieben.  
Fafnir, Verfilmung 1929 von Fritz Lang

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Quellen der Bilder:

 

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