Der verwunschene Gott

Der verwunschene Gott

 
Fakten:

Buchtitel: Der
verwunschene Gott – von Göttern und Hexen
Originaltitel: Der
verwunschene Gott – von Göttern und Hexen
Autor: Laura
Labas
Verlag: Drachenmondverlag
Buchreihe: /
Seitenanzahl: 430 Seiten
ISBN: 978-3959913348
Preis: 4,99€
Kindle, 14,90€ Taschenbuch
Inhaltliches:
Erzählperspektive: dritte
Person, mit Perspektivenwechsel
Lesbarkeit: sehr flüssig
Besonderheiten des Buches: Zwischen
den verschiedenen Kapiteln gibt es eine Art Bilderseite, wo man auch ein
interessantes Zitat findet.
Klappentext:
Morgan Vespasian
verdient sich ihren Unterhalt als Schmugglerin. Seit sie vom Alphawolf der
Schmuggler entführt wurde, ist sie dazu verdammt, ihre Lebensschuld
abzuarbeiten. Während eines Auftrags wird sie verraten und gerät zwischen die
Fronten eines vergessenen Prinzen und eines verfluchten Gottes, die auf der
Suche nach einem verwunschenen Schloss sind. Morgan muss sich schon bald für
eine Seite entscheiden und bestimmt mit ihrer Wahl das Schicksal des gesamten
Königreiches.
Charaktere:
Selten packen mich Charaktere von Anfang an,
mit den meisten Figuren muss ich erst warm werden, doch Laura Labas hat es
geschafft, mir jede – gut, fast jede – Figur ihres Romans schmackhaft zu
machen. Zunächst gibt es die Protagonistin, Morgan Vespasian. Sie ist eine
Kämpferin durch und durch und lässt sich von niemanden etwas gefallen. In der
Regel kann ich mit solchen Protagonisten kaum etwas anfangen, doch Morgen war
mir gleich sympathisch, was besonders an den vielen Ecken und Kanten liegt, die
die Autorin eingebaut hat. So wird die verletzliche Seite Morgans nicht
überzogen dargestellt oder dazu verwendet, sie in einem positiveren Licht zu
verstecken. Dass sie eine treue Freundin ist, fand ich ebenfalls sehr wichtig
und sympathisch. Sie war authentisch und eine Figur, die sich wohl wirklich
nichts gefallen lassen würde.
Anzumerken ist, dass das Buch reich an Figuren
ist. Zunächst war ich etwas verwirrt und mir war nicht ganz klar, welcher Name
nun welche Person ist, doch dieses „Problem“ habe ich rasch in den Griff
bekommen. Mein Lieblingscharakter war allerdings Rhea und ihr Wärter Helmar.
Schon vom ersten Satz an war ich eine Sympathisantin Rheas und dass sich Helmar
so gut um seine Gefangene kümmerte, fand ich toll. Ich hoffe, dass man im
nächsten Teil mehr über sie erfährt, denn über Rhea hätte ich wirklich gerne
mehr gelesen.
Interessant fand ich die Entwicklungen der
Charaktere Cáel und Jeriah. Cáel lernt Morgan kennen, als sie auf den
vergessenen Prinz trifft und Jeriahs Schicksal scheint eng mit dem von Rhea
verwoben zu sein. Manche Nebencharaktere, die ich allerdings nicht namentlich
nennen möchte, um Verwirrungen entgegen zu wirken, fand ich furchtbar grausam
und gerade diese Figuren haben die düstere Stimmung, die den gesamten Roman
umgibt, verstärkt.
Insgesamt lässt sich sagen, dass die Figuren
des Romans gut durchdacht sind und man gerne mit ihnen auf Reisen geht. Der
flüssige Schreibstil der Autorin unterstützt das Eintauchen in diese Welt
ungemein.
Inhalt:
Zu Beginn fühlte ich mich, als wäre ich direkt bei Rotkäppchen
gelandet, doch diesen Eindruck habe ich schnell wieder abgelegt. Man erfährt
kurz etwas über die Kindheit der Protagonistin, ehe es einen großen Zeitsprung
gibt und man sich in ihrem Erwachsenenalter wiederfindet. Sie wurde von einem
Alphawolf entführt und fristet nun ihr Dasein bei den Wölfen, indem sie als
Schmugglerin tätig ist. Durch einen unglücklichen Zwischenfall gelangt sie zu
den Minen, wo sie tagtäglich an ihre Grenzen gehen muss. Sie gerät schließlich
zu einem vergessenen Prinzen, der große Pläne hat. 
Das Buch hat mich voll und ganz von sich überzeugt. Die Handlung
erinnert zunächst, wie bereits erwähnt, an ein Märchen und dieser
Märchencharakter wird auch während des gesamten Buches nicht abgelegt. Die
Geschichte ist fesselnd und stellt einen ausgesprochen großen Input dar, es ist
schwer das Buch zur Seite zu legen. Interessant fand ich auch, wie die
verschiedenen Charaktere ineinander verwoben wurden. Laura Labas hat eine neue
Welt erschaffen, in der viele Wesen Platz haben – man erfährt von Hexen und
Göttern und anderen Wesen, die dort umherwandeln. Das Buch erschien mir sehr
düster und drückend. Man spürt, dass die Welt, in der Morgan lebt, kein
besonders netter Ort zu sein scheint. Da mehrere Handlungen erzählt und
ineinander verwoben werden, sollte man für dieses Buch doch einiges an Energie
und Zeit aufbringen. Es nebenbei zu lesen würde ich in diesem Fall nicht
empfehlen – ich habe es zwar versucht, bin aber kläglich daran gescheitert.
Dies lag vor allem an der packenden und fesselnden Geschichte. Zarte Gemüter
sollten ebenfalls gewarnt werden, denn manche beschriebenen Szenen sind
durchaus detailliert brutal beschrieben. Da ich allerdings mit solchen Szenen
kein Problem habe, stört mich dies nicht.
Dieses Buch kann ich allen wärmstens empfehlen. Märchenliebhaber
und Fantasyfreunde kommen bei diesem Meisterwerk besonders auf ihre Kosten.
Doch Vorsicht: die Autorin hat einen fiesen Cliffhanger eingebaut, der es einem
fast unmöglich macht, nicht weiterlesen zu wollen.
Cover:
Das Cover fand ich sofort traumhaft. Die dunklen Farbtöne,
gemischt mit dem Blau geben dem Buch eine mystische Wirkung. Man kann direkt
erahnen, dass es in diesem Buch eher düsterer vor sich geht. Mir gefielen
besonders gut die Fäden, die sich fast durch das gesamte Cover ziehen, denn sie
erinnern mich an Webhexen, die für den Roman sehr wichtig sind.
Ich muss zugeben, dass ich sofort hin und weg vom Cover war und
dieses Buch auch aufgrund des tollen Covers unbedingt lesen wollte. Ich habe es
nicht bereut, denn das Cover hält, was es verspricht.
Empfehlenswert: Ja,
hierfür kann eine klare Empfehlung ausgesprochen werden. 

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