Sag nie ihren Namen

Sag nie ihren Namen

Fakten:
Buchtitel: Sag
nie ihren Namen
Originaltitel: Say
her name
Autor: James
Dawson
Verlag: Carlsen
Buchreihe: /
Seitenanzahl: 336 Seiten
ISBN: 978-3551314192
Preis: 11,99€
Kindle, 12,99€ Taschenbuch
Inhaltliches:
Erzählperspektive: dritte
Person, aus Bobbys Perspektive
Lesbarkeit: sehr flüssig
Besonderheiten des Buches: Die
einzelnen Tage sind durch ihre Kapitelüberschriften schön getrennt.
Klappentext:
Nach diesem Buch ist jeder Blick in den Spiegel ein Wagnis auf
eigene Gefahr!!! — Als Bobbie und ihre beste Freundin Naya an Halloween den
legendären Geist Bloody Mary beschwören sollen, glaubt niemand, dass wirklich
etwas passieren wird. Also vollziehen sie das Ritual: Fünf Mal sagen sie Marys
Namen vor einem mit Kerzen erleuchteten Spiegel … Doch etwas wird in dieser
Nacht aus dem Jenseits gerufen. Etwas Dunkles, Grauenvolles. Sie ist ein böser
Hauch. Sie lauert in Albträumen. Sie versteckt sich in den Schatten des
Zimmers. Sie wartet in jedem Spiegel. Sie ist überall. Und sie plant ihre
Rache.
Charaktere:
Die Protagonistin ist heißt Bobby und besucht ein
Mädcheninternat. Sie ist eine Außenseiterin, schüchtern und eine gute
Schülerin. In der Schule fällt sie nicht negativ auf und widmet sich eher ihrem
Hobby dem Schreiben, als Unfug anzustellen. Ihre beste Freundin Naya ist stets
an ihrer Seite und versucht, sie aus dem Schneckenhaus zu locken. Bobby bekommt
mehr Selbstbewusstsein, als sie von Mary ‚heimgesucht‘ wird und entwickelt sich
rasch weiter. So wird sie zu einer Person, die nicht mehr mit sich machen
lässt, was andere wollen und lernt auch, dass sie selbst Grace, der
Schulsprecherin, widersprechen kann. Bobby war mir von Anfang an sympathisch
und ich mochte auch die besondere Freundschaft zu ihr und Naya, die doch sehr
innig zu sein scheint. Auch Caine, ein Schüler einer anderen Schule passt gut
zu ihr.
Caine geht nicht auf das Mädcheninternat und hat mehr mit Bobby
zu tun, als sie von Mary ‚heimgesucht‘ werden. Er freundet sich rasch mit ihr
an und auch der eine oder andere Funke ist zwischen den beiden übergesprochen.
Die Liebesgeschichte passt gut hinein, sie wirkt nicht erzwungen und steht auch
nicht im Vordergrund. Bei den Charakteren ging mir nur die Direktorin auf die
Nerven, sie mochte ich bis zum Schluss nicht, was allerdings daran liegt, da
sie doch sehr reserviert ist und ihre Schule mit großer Strenge führt.
Inhalt:
Die Geschichte beginnt mit einem Rückblick, der einen einige
Jahre in die Vergangenheit zurückführt und man zum ersten Mal mit Mary
konfrontiert wird. Schließlich landet man nach dieser kleinen Rückblende direkt
in der Gegenwart und startet mit Bobby an Halloween. Eine Schülergruppe
beschließt, Bloody Mary herbeizurufen. Bobby, Caine und Naya wiederholen ihren
Namen fünf Mal vor einem Spiegel. Zunächst passiert nichts, doch dann
verschwindet das erste Mädchen, das ebenfalls das Ritual vollzogen hatte, und
recht bald werden die Schüler mit Mary konfrontiert, die ihnen eines zu
verstehen gibt: Sie haben fünf Tage.
Die Geschichte ist sehr spannend, der Schreibstil ist fesselnd
und packend. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, auch wenn ich es
nachts begonnen habe und eigentlich ein kleiner Angsthase bin. Es gab einige
Szenen, die ich gruselig fand und wo es mir kalt den Rücken hinuntergelaufen
war. Der Autor versteht es, Spannung in die Geschichte einzubauen und die
Spannung auch das ganze Buch hinweg zu halten. Das Buch hat mir sehr gut
gefallen, auch die Thematik des aufgegriffenen „Bloody Mary“ Begriffs gefiel
mir. Für Gruselgeschichten bin ich eigentlich immer zu haben, auch wenn ich,
wie bereits erwähnt, eigentlich ein kleiner Angsthase bin. Ich bin mit großer
Erwartung an das Buch herangegangen und wurde nicht enttäuscht. Das Geheimnis
um Bloody Mary lüftet sich im Laufe der Geschichte. Der einzige Minuspunkt ist
das Finale, hier hätte ich mir doch mehr erhofft als das, was der Autor damit
gemacht hat.
Cover:
Ich finde das Cover sehr hübsch, auch wenn ich von den hellen
Farben nicht gänzlich überzeugt bin. Das Cover erinnert an den Spiegel, in dem
Mary offensichtlich haust und ist für dieses Motiv gut gewählt. Mir persönlich
hätte es besser gefallen, wenn es etwas dunkler gewesen wäre. Auch die Striche
in der Mitte des Covers, die wohl die fünf Tage andeuten sollen und
gleichzeitig als Sprechverbot gesehen werden können, fände ich in einer
dunkleren Farbe besser. Das Cover hat mich nicht gänzlich von sich überzeugt,
allerdings verbirgt sich dahinter eine tolle Geschichte.
Empfehlenswert: Dieses
Buch kann ich weiterempfehlen, besonders Gruselgeschichtenliebhaber kommen hier
auf ihre Kosten.  

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