Hollerbrunn

Hollerbrunn

Fakten:
Buchtitel: Hollerbrunn
Originaltitel: Hollerbrunn
Autor: Tina
Skupin
Verlag: /
Buchreihe: Märchenspinnerei,
Band 3
Seitenanzahl: 240 Seiten
ISBN: /
Preis: 2,99€
Kindle, 12,90€ Taschenbuch
Inhaltliches:
Erzählperspektive: erste
Person, mit Figurenwechsel
Lesbarkeit: sehr flüssig
Besonderheiten des Buches: Das
Buch wird abwechselnd aus der Sicht der beiden Schwestern geschrieben.  
Klappentext:
Ein verschneites Tal.
Ein altes Geheimnis.
Zwei verfeindete Schwestern.

Pünktlich zum ersten Advent kehrt im Hollertal Jahr für Jahr der Winter ein und
verwandelt das Tal in eine märchenhafte Zauberwelt. Doch für Marie ist in
diesem Jahr nichts mehr wie zuvor, nachdem ihre Mutter an Krebs starb und
Stiefmutter und Stiefschwester ins Haus kamen.

Auf dem Hof der alten Frau Hollerbrunn findet Marie Trost, Freundschaft und
ganz überraschend die Liebe. Doch ihre Stiefschwester Pegg folgt ihr an den Hof
und droht Maries zartes Glück zu zerstören. Und Pegg ist ihr geringstes
Problem: Den Hollerhof umgeben finstere Geheimnisse, und bald muss Marie nicht
nur für ihr eigenes Glück kämpfen, sondern auch um die Zukunft des ganzen Tals.

Der dritte Band der Märchenspinner entführt den Leser in die eisig-schöne Welt
der Alpen. Tina Skupin kombiniert das Frau Holle-Märchen der Gebrüder Grimm mit
traditionellen Alpensagen sowie einem Schuss „Eiskönigin“ zu einer Geschichte
um Familie, Abschied und Neubeginn.

Charaktere:
Die Charaktere finde ich sehr gut gestaltet.
Im Zentrum der Geschichte steht Marie und ihre Schwester Pegg, die an Goldmarie
und Pechmarie erinnern. Marie ist ein ländliches Mädchen, sie ist sehr
traditionsverbunden und lebt so, wie sie es schon ihr Leben lang gewöhnt ist.
Mit neuen Veränderungen scheint sie nicht gut klar zu kommen. Beim Hollerhof lernt
sie Florian kennen, mit dem sie sich gleich gut versteht. Pegg, die eigentlich
auch Marie heißt, ist anfangs eine kleine Zicke und scheint an allem etwas
Negatives zu finden. Sie ist auch sehr skeptisch, wohin gegen Marie naiv alles
glaubt, was man ihr sagt. Doch im Laufe der Geschichte wandelt sich vor allem
Pegg ins Positive, man lernt sie besser kennen und nach dem ersten
Perspektivenwechsel, war es logisch ihre Sicht der Dinge und ihre Handlungen
nachzuvollziehen. Mir hat die Neuinterpretation der beiden gut gefallen, vor
allem, da beide Charaktere gute und schlechte Seiten haben. Besonders Pegg hat
mir im Laufe der Geschichte gut gefallen. Ich mochte ihre freche Art und die
Tatsache, dass sie immer einen Spruch auf den Lippen hat. Sie ist das Gegenteil
von Marie, die eher still ist und sich in Arbeiten verliert. Manches Mal
verstand ich Marie auch nicht sonderlich und konnte eher Peggs Sicht auf die
Dinge verstehen.
Florian arbeitet am Hollerhof und ist
ebenfalls direkt von Marie angetan, so wie sie von ihm. Er trägt jedoch ein
Geheimnis in sich, das ich hier allerdings nicht verraten werde. Ebenso
geheimnisvoll wie er, ist auch Frau Holle selbst, hier Frau Hollerbrunn
genannt. Zunächst hatte ich Probleme mit ihrem Namen, da mich ihr Name doch an
die Gemeinde Hollabrunn in Niederösterreich erinnert hat. Da bin ich doch
öfters darüber gestolpert und es hat gedauert, bis ich mich daran gewöhnt
hatte. Was ich von ihr halten sollte, wusste ich eigentlich das ganze Buch über
nicht. Sie ist zwar sehr nett und verständnisvoll, allerdings hatte ich immer
das Gefühl, dass sie eine der Figuren ist, die es sich richtet, wie sie es
braucht und dass sie alle anderen als ihre Schachfiguren ansieht.
Inhalt:
Die Geschichte entführt uns ins Alpenland, in ein kleines Tal,
wo Marie mit ihrem Vater und ihrer Stiefmutter, ebenso wie ihrer Halbschwester
lebt. Ihre Mutter ist verstorben und so versucht die neue Familie den Alpenhof
zu retten. Marie ist auf der Suche nach einem Praktikum und begegnet Frau
Hollerbrunn und findet sich schnell in einer neuen Welt wieder, an die sie sich
erst gewöhnen muss. Die Geschichte erinnert sehr an das Märchen „Frau Holle“,
die typischen Elemente des Märchens wurden hier aufgegriffen. Es gibt die Öfen
und auch die Äpfel kommen darin vor. Die Geschichte konnte mich vor allem
deshalb von sich überzeugen, da sie doch sehr traditionell gehalten ist. Toll
fand ich es, dass auch die Raunächte eine besondere Bedeutung in dem Buch
bekommen haben. Die Autorin hat einen angenehmen Schreibstil, es ist leicht der
Geschichte zu folgen und man ist direkt mitten drinnen. Die Liebesgeschichte
zwischen Florian und Marie ist gut dargestellt, ich hätte mir zwar gewünscht,
dass auf diese näher eingegangen wird, allerdings passt die Art der Darstellung
gut zur Geschichte, wo das Märchen und nicht die Liebesgeschichte im
Vordergrund steht. Schön fand ich die Momente zwischen Marie und Pegg, wenn sie
sich doch ab und zu verstanden haben und gemeinsam an einem Strang gezogen
haben. Gegen Ende hat sich das Märchen mit dem der „Eiskönigin“ vermischt,
allerdings war dies eine willkommene Abwechslung und hat gut zur Geschichte
gepasst.
Die Geschichte hat mich voll und ganz von sich überzeugt, eine
schöne Märchenneuerzählung, die gut für die Winterzeit geeignet ist.
Cover:
Das Cover gefällt mir gut, das Mädchen, das hier die Federdecke
ausschüttelt passt gut zu dem Märchen, das hier dargestellt wird. Mir gefallen
die dunklen Farben des Covers, ebenso wie die Schriftart, in der „brunn“
dargestellt wird. Auch die Schneeflocken finde ich gut gewählt. Ein schönes
Cover, das gut zur Geschichte passt und hält, was es verspricht.
Empfehlenswert: Ja,
hierfür kann eine klare Empfehlung ausgesprochen werden. 

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